Wie wehre ich mich gegen dreiste und unangemessene Sprüche?

von Anke Lüneburg

Der erste Schritt: Ein starker Auftritt mit selbst-bewusster Ausstrahlung Körperlich und innerlich macht-voll auftreten
Uns behindernde Gedanken stoppen
Erlaubnis: „Ich darf mächtig und stark sein!“
Wichtig nach einem Angriff: Holen Sie sich Luft!
Tief ein- und ausatmen
Halten Sie Abstand, damit Sie Raum haben
Bleiben Sie cool – lassen Sie sich Zeit Geben Sie eine einfache Antwort!
Ihr Gegner will Sie aus Ihrer Ruhe bringen – aber sein Angriff ist dreist und unangemessen, ggf. noch gedankenlos – mehr nicht! Bleiben Sie bei sich - wenn Sie sich unter Druck setzen, ist Ihr Gehirn blockiert!

Ein paar gute souveräne Reaktionen – Sie entscheiden, welche passen! - :

  • Den Angriff ignorieren: Sie haben nichts gehört - sondern Besseres zu tun!
  • Mit stummen Gesten reagieren: Nicken, anstarren, beobachten, lächeln = wichtig: Ihr Verhalten nicht erklären, sondern Ihre Tätigkeit fortsetzen!
  • Den Angriff umleiten: Ein anderes Gesprächsthema beginnen, hartnäckig dabei bleiben, kein Thema aufzwingen lassen – Sie entscheiden!
  • Auch wenn Sie sonst sehr höflich sind: Antworten Sie auf dummes Zeug mit dummem Zeug!
  • Antworten Sie kurz und knackig mit zwei Silben, z.B. mit „ach was!“, „na guck!“, „soso!“ – so schonen Sie Ihre Kräfte. Ein richtiges Gespräch können Sie dann später führen.
  • Wer fragt, führt! Entgiftende Gegenfrage stellen: „Was verstehen Sie unter...(z.B. komplettem Schwachsinn/ „völlig daneben“/ giftiges Wort einsetzen)? – Achtung: Nicht in Diskussionen gehen, wenn Sie Rederecht haben- geben Sie Provokateuren keinen Raum, sondern sagen Sie „Lassen Sie mich bitte ausreden!“
  • Sie haben ein Recht auf konstruktive, sachliche Kritik – ebenso Ihre Mitarbeitenden! Kritisieren Sie zeitnah und stellen Sie bei eigener Betroffenheit klar, dass Sie Abwertung nicht zulassen, auch nicht bei Chefs
  • Seien Sie sehr freundlich und stimmen Sie zu: „Stimmt, Sie haben Recht.“ Oder „Hilft es Ihnen, wenn ich Ihnen Recht gebe?“
  • Wenn es wichtig ist, z.B. in einer Verhandlung: Stimmen Sie zu, bleiben Sie aber beharrlich bei Ihrer Aussage, z.B. „Ja, das mag aus Ihrer Sicht richtig sein. Und das Thema hier ist...“.
  • Bewundern Sie Ihr Gegenüber: Sagen Sie nach einem Angriff etwas wie „Ich bewundere Ihre Art der Kommunikation“ oder „Vielen Dank für Ihre Lebenshilfe“ oder „Sie wissen so viel mehr als ich“. Gern übertreiben, wenn hart sein soll – so verblüffen Sie Ihr Gegenüber
  • Bleiben Sie sachlich – lassen Sie die Emotionen Ihres Gegenübers bei ihm/ihr: „So etwas Idiotisches!“ – Sie sagen: „Sie sind wütend/ der Vorschlag gefällt Ihnen nicht/ Sie haben etwas anderes erwartet/...“. Wenn Sie aggressiv oder wütend werden, hat Ihr Gegenüber gewonnen!
  • Stoppen Sie Beleidigungen! Machen Sie klar, wenn jemand eine Grenze überschritten hat: Sprechen Sie langsam, eindringlich, mit entsprechender Gestik und Mimik, und unterbrechen Sie Ihr Gegenüber: „Mit dieser Bemerkung hast du mich beleidigt!“, ergänzen Sie ggf. gleich „Ich erwarte eine Entschuldigung!“. Hier ist Ihr Macht-Volumen wichtig!
  • Wenn ein Gespräch die Sachebene verlässt, sagen Sie klar und deutlich, dass die Worte Ihres Gegenübers Sie ärgert oder wütend gemacht hat: „Lassen Sie uns nicht auf dieser Ebene weitersprechen“ oder „ich möchte das Thema kurz und knapp besprechen, ohne Angriffe. Können wir uns darauf einigen?“
  • Lenken Sie Gespräche in eine konstruktive Richtung, und sprechen Sie ggf. über Spielregeln für Gespräche mit Ihnen
  • Wenn Attacken öfters kommen, ist es Zeit für eine offene Aussprache:
    Klären Sie zunächst für sich selbst, was Sie stört, ärgert, verletzt. Was haben Sie bisher versucht, um zu einem Ergebnis zu kommen oder Ihr Gesicht zu wahren? Was wünschen Sie sich vom Gegenüber? Welches Ziel haben Sie? Tut Ihnen etwas leid?
  • Suchen Sie einen passenden Raum und Zeitpunkt für ein klärendes Gespräch – niemals in der Wut damit starten!
  • Bleiben Sie konkret beim Schildern von Situationen, bleiben Sie ruhig, auch wenn der andere blockiert oder wütend wird.
  • Verurteilen Sie nicht und weisen Sie keine Schuld zu!
  • Qualität der Worte vor Quantität!
  • Wenn keine Lösung möglich ist, so hinnehmen – das klären, was geht.
  • Direkte, klare Ansagen machen – kein Wink mit dem Zaunpfahl!

Und zum Schluss:
SIE haben die Macht, Gespräche zu steuern, zu beenden oder jemanden zu ignorieren. Probieren Sie verschiedene Möglichkeiten aus und wählen Sie die, die Ihnen liegen. Stehen Sie aufrecht in der Welt, seien Sie stark und mächtig!

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